Audio-Editor

Der Audio-Editor setzt Fades, Gain, Pitch und Warp-Marker auf einer Audio-Region. Doppelklick auf die Region öffnet ihn. Stretch hält die Tonhöhe, während du das Timing korrigierst. Pitch ändert Timing und Tonhöhe zusammen.

Das Wichtigste

Das lernst du

Öffnen und Schließen

Öffnen• Doppelklick auf eine Audio-Region in der Timeline.
• Der Editor öffnet sich in einem eigenen Bereich direkt unter der Timeline.
Schließen• Klick auf das X oben rechts im Editor,
• erneuter Doppelklick auf die Region oder
• Klick irgendwo ins Raster der Timeline.

Ein- und Ausblenden

Jede Audio-Region hat eingebaute Fade-Regler:

AnfasserKleine runde Anfasser am Anfang und Ende der Wellenform. Mit Ziehen setzt du Fade-ins und Fade-outs direkt.
Regler im PanelDas linke Panel hat außerdem Zahlenwerte für Fade-Länge und Kurve.

Beide Wege steuern dieselben Fades. Du kannst also visuell oder mit exakten Werten arbeiten.

Tonhöhe

Passe die Tonhöhe der Audio-Region unabhängig vom Timing an. So transponierst du Samples, gleichst Tonarten an oder baust Tonhöhen-Effekte.

AnzeigeDer aktuelle Pitch-Wert in Halbtönen.
Pitch-ShiftZiehen am Schieberegler ändert die Tonhöhe in ganzen Halbtonschritten von -24 bis +24 Halbtönen (zwei Oktaven nach oben oder unten). So transponierst du schnell um Oktaven oder Intervalle.
FeinstimmungZiehen am Drehregler macht die Feineinstellung von −0,5 bis +0,5 Halbtönen. Gut für Mikrotuning oder kleine Korrekturen.
ZurücksetzenKlick auf die Zurücksetzen-Schaltfläche setzt die Tonhöhe auf 0 Halbtöne (Originaltonhöhe).

Tipp für den Einstieg

Stelle vor der Tonhöhenänderung sicher, dass Stretch ausgewählt ist und nicht Pitch. Sonst wird die Tonhöhe nicht angewendet.

Warping

  1. Einen Warp-Marker an der angeklickten Stelle setzen.
    • Doppelklick oberhalb der Wellenform (direkt unter dem Lineal).
  2. Das Timing ändern, indem du den Marker verschiebst.
    • Ziehen eines Warp-Markers nach links oder rechts dehnt oder staucht das Timing zwischen den benachbarten Markern.
  3. Das Einrasten der Marker steuern.
    • Passe das Raster an (Raster ein/aus oder Rastergröße). So legst du fest, wie Marker beim Ziehen einrasten.
  4. Unnötige Marker entfernen.
    • Wähle einen Warp-Marker und entferne ihn per Rechtsklick Delete oder mit der Taste Delete.

Warping ändert das Timing (und auf Wunsch die Tonhöhe) des Audiomaterials innerhalb einer Region.

Stretch• Ändert das Timing, die Tonhöhe bleibt gleich.
• Damit korrigierst du das Timing, richtest Loops aus oder machst Aufnahmen straffer.
Pitch• Ändert Timing und Tonhöhe gemeinsam.
• Langsamer klingt tiefer, schneller klingt höher.
• Gut für Tape-Stop-Effekte, Riser oder Sounddesign.

Gain und Automation

Gain• Zeigt eine orange waagerechte Linie über der Wellenform.
• Ziehen der Linie nach oben oder unten stellt die Gesamtlautstärke des Clips ein (Clip-Gain).
• Statische Lautstärke. Punkte oder Hüllkurven lassen sich nicht setzen.
Automation• Ersetzt die Gain-Linie durch eine dünne weiße Linie zwischen den Warp-Markern.
• Ziehen an der Linie formt Kurven zwischen den Markern und macht die Wiedergabe dynamisch.
• Warp-Marker entstehen und bewegen sich im Stretch- oder Pitch-Modus. Automation formt nur die Hüllkurve dazwischen.

Region- und Loop-Ansicht

Der Ansichtsschalter oben rechts ändert, was du im Editor siehst, nicht die Wiedergabe.

RegionZeigt die ganze Region, einschließlich aller abgeschnittenen Teile. Gut, um das Arrangement im Blick zu behalten.
LoopZeigt nur den geloopten Abschnitt und blendet den Rest aus. Gut für die Feinarbeit an Loops.

Inverse und Reverse

Zwei Werkzeuge ändern die Wiedergabe:

ReverseSpielt die Region rückwärts vom Ende zum Anfang. Der Amplitudenverlauf bleibt.
InverseSpielt die Region ebenfalls rückwärts, kehrt aber den Amplitudenverlauf um. Laute Stellen werden leise, leise Stellen laut. So entsteht ein gespiegelter, ungewöhnlicher Reverse-Effekt.

Praxistipps

Praxistipps

  • Einen Drum-Loop straffen: Im Stretch-Modus an jedem Schlag einen Warp-Marker setzen und am Raster ausrichten.
  • Tape-Stop erzeugen: In den Pitch-Modus wechseln, kurz vor dem Ende einen Warp-Marker setzen und ihn ziehen, damit es abbremst und die Tonhöhe fällt.
  • Clip-Lautstärke ausgleichen: Mit Gain die Sample-Lautstärke vor dem Mixing anpassen.
  • Riser bauen: Ein Becken umkehren und dann den Fade-in-Anfasser ziehen, damit es weich anschwillt.
  • Experimentelle FX: Inverse auf Gesang anwenden, um die Dynamik umzukehren.